17.03.2026, Geld bleibt Top-Thema: Krankenkassenprämien und steigende Preise beschäftigen Familien in der Schweiz am meisten. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Familienleben ist hoch, die Erwartungen an die zukünftige Situation von Familien
bleiben pessimistisch. Familien wünschen sich bei der Medienerziehung vor allem Unterstützung durch Plattformbetreiber und Schulen. Die meisten Eltern trauen sich zu, ihrem Nachwuchs den richtigen Umgang mit Geld zu vermitteln.
Knapp die Hälfte möchte zusätzliche Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche. Mütter und Väter stehen bei der Erziehung zu Finanzthemen ähnlich oft in der Verantwortung.
Mit dem Schweizer Familienbarometer liefern Pro Familia Schweiz und Pax jährlich fundierte Einblicke in die Lebensrealität von Familien in der Schweiz und schaffen eine Datengrundlage für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Diskussionen. Für die vierte Ausgabe hat das Beratungs- und Forschungsunternehmen Empiricon AG 2'036 Familien aus allen Regionen der Schweiz in einer repräsentativen Erhebung befragt. Die Untersuchung zeigt auf, was Familien bewegt, beleuchtet ihre Zufriedenheit und Perspektiven und bespricht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Themen Finanzen und Vorsorge. Die diesjährige Ausgabe behandelt zudem schwerpunktmässig den Umgang mit digitalen Medien und die Vermittlung von Finanzwissen. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte differenziert nach Sprachregion, Anzahl und Alter der Kinder, Familientyp und Haushaltseinkommen.
Der vollständige Bericht «Schweizer Familienbarometer 2026 – Was Familien in der Schweiz bewegt» ist unter familienbarometer.chabrufbar. Ausgewählte Ergebnisse im Überblick:
Geld bleibt für Familien in der Schweiz Top-Thema
Krankenkassenprämien gehören für 49 Prozent und steigende Preise für 37 Prozent der befragten Familien zu den Themen, die sie am stärksten beschäftigen. Als weitere Themen folgen Gesundheit (26 Prozent), Wohnkosten (25 Prozent), Schulwesen und Bildungspolitik (23 Prozent) sowie Umgang mit Medien und Social Media (22 Prozent), die jeweils eine ähnlich hohe Relevanz aufweisen. Beim Thema Umgang mit Medien und Social Media setzt sich der Trend zunehmender Wichtigkeit fort, während die Relevanz von Klimawandel und Umweltschutz für Familien in der Schweiz tendenziell weiter abnimmt.
Regionale Unterschiede bei der Bedeutung von Jugendgewalt, Schulwesen und Social Media Während Jugendgewalt 23 Prozent der Familien im Tessin und 22 Prozent in der Romandie stark beschäftigt, sind es in der Deutschschweiz nur 7 Prozent. Schulwesen und Bildungspolitik beschäftigen dagegen Familien in der Deutschschweiz mit 29 Prozent stärker als Familien in der Romandie (13 Prozent) und im Tessin (9 Prozent). Ähnlich ist das Bild beim Umgang mit Medien und Social Media, der 27 Prozent der Familien in der Deutschschweiz stark beschäftigt, während es in der Romandie 13 Prozent und im Tessin 10 Prozent sind.
Familien sind zufrieden im Jetzt, bleiben aber pessimistisch für die Zukunft
Die grosse Mehrheit (79 Prozent) der Befragten gibt an, mit ihrem Familienleben eher zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Tendenziell etwas tiefere Werte zeigen Ein-Eltern-Familienhaushalte (72 Prozent) und Familien im Tessin (74 Prozent). Die Werte bleiben damit insgesamt auf hohem Niveau. Gleichzeitig erwarten 76 Prozent, dass sich die allgemeine Situation für Familien in der Schweiz über die kommenden drei Jahre eher oder stark verschlechtern wird.
Digitale Mediennutzung beeinflusst Familienleben positiv wie negativ
32 Prozent der befragten Familien verbringen bewusst gemeinsam Zeit mit digitalen Medien, wie Filmen, Musik oder Spielen. Gleichzeitig sagen 31 Prozent, dass die gemeinsame Zeit als Familie durch den Medienkonsum abnimmt. Bei 24 Prozent der Familien führt der digitale Medienkonsum zu mehr Streit und Diskussionen, während 18 Prozent dank digitalen Medien gemeinsame Interessen und Gesprächsthemen entdecken.
Wunsch nach Unterstützung durch Plattformbetreiber und Schulen bei der Medienerziehung Der Aussage «Ich fühle mich sicher und fähig, mein Kind beim Umgang mit Handy, Internet und sozialen Medien gut zu begleiten» stimmen 57 Prozent eher und 30 Prozent vollkommen zu. Zur Unterstützung der Medienerziehung wünschen sich die befragten Familien vor allem einen besseren Schutz von Kindern durch die Social-Media-Anbieter (49 Prozent) sowie Handy-Verbote in der Schule (49 Prozent). 47 Prozent halten eine allgemeine Unterstützung durch die Schulen und 44 Prozent gesetzliche Beschränkungen, zum Beispiel ein Mindestalter für Social Media, für wünschenswert.
Eltern fühlen sich kompetent, ihren Kindern den Umgang mit Geld zu vermitteln
Der Aussage «Ich fühle mich sicher und fähig, meinem Kind den Umgang mit Geld und Finanzwissen zu erklären» stimmen 51 Prozent der Befragten eher und 40 Prozent vollkommen zu. Gleichzeitig sagt knapp die Hälfte der Familien (47 Prozent), dass es mehr gute Bildungsangebote zu Finanzthemen für Kinder und Jugendliche braucht.
Finanzielle Erziehung: Mütter und Väter stehen ähnlich oft in der Verantwortung
Bei 63 Prozent der Familien erklärt hauptsächlich die Mutter, bei 58 Prozent der Vater den Kindern den Umgang mit Geld. Mütter und Väter können dabei gleichzeitig die Hauptverantwortung tragen. Die Verantwortung, Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Geld zu vermitteln, sehen die Befragten klar bei den Eltern (81 Prozent), ergänzt durch die Schule (55 Prozent). Andere Stellen und Organisationen spielen eine untergeordnete Rolle.
Familien mit kleinen Kindern erleben ihre finanzielle Situation häufiger als angespannt
47 Prozent der befragten Familien geben an, dass ihr Haushaltseinkommen für das gemeinsame Familienleben reicht. 46 Prozent sagen, dass ihr Einkommen knapp reicht und 7 Prozent, dass das Einkommen nicht reicht. Die Wahrnehmung der eigenen finanziellen Situation bleibt damit im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt stabil. Familien mit kleinen Kindern zwischen 0 und 3 Jahren geben mit 53 Prozent besonders häufig an, dass ihr Einkommen nur knapp ausreicht.
Eva-Maria Kaufmann Rochereau, Direktorin von Pro Familia Schweiz, sagt: «Deutlich wird, unter welchem Druck viele Familien stehen, insbesondere aufgrund steigender Kosten, aber auch durch Herausforderungen im digitalen Alltag und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Trotz hoher Zufriedenheit im eigenen Familienleben blicken viele mit Sorge in die Zukunft. Entscheidend sind deshalb verlässliche Rahmenbedingungen, die Familien nachhaltig entlasten und stärken.»
Daniel Mutz, Leiter Vertrieb & Marketing bei Pax, sagt: «Geldthemen bewegen Familien in der Schweiz besonders stark. Umso wichtiger ist es, dem Nachwuchs ein grundlegendes Finanzwissen und die Kompetenzen zum Umgang mit Geld zu vermitteln. Dass sich die Mehrheit der Familien dazu in der Lage fühlt, ist erfreulich. Gleichzeitig zeigen die Studienresultate, dass zusätzliche Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche einen wichtigen Beitrag leisten können.»
Der vollständige Bericht «Schweizer Familienbarometer 2026 – Was Familien in der Schweiz bewegt» ist ab dem 12. März 2026 unter familienbarometer.ch verfügbar.
Über das Schweizer Familienbarometer
Das Schweizer Familienbarometer wurde 2023 von Pro Familia Schweiz und Pax lanciert und bildet als fundiertes Messinstrument die aktuelle Lebensrealität von Familien in der Schweiz sowie deren Wandel über die Zeit ab. Das Familienbarometer wird jährlich erhoben und schafft eine langfristige Datenbasis für familien- und sozialpolitische Debatten sowie den unternehmerischen Diskurs. Für die vierte Ausgabe des Schweizer Familienbarometers hat das Beratungs- und Forschungsunternehmen Empiricon AG im Auftrag von Pax und Pro Familia Schweiz im Zeitraum vom 10. November bis zum 27. November 2025 insgesamt 2'036 Familien aus allen Landesteilen der Schweiz über ein repräsentatives Online-Panel befragt. Um der Vielfalt heutiger Familienformen Rechnung zu tragen, wurden bei der Auswahl der Teilnehmenden keine Vorgaben oder Einschränkungen hinsichtlich Familienkonstellation gemacht. Detaillierte Angaben zum methodischen Vorgehen finden sich im Studienbericht.
Über Pro Familia Schweiz
Pro Familia Schweiz ist der Dachverband der Familienorganisationen und das Kompetenzzentrum für Familienpolitik der Schweiz. Pro Familia Schweiz vertritt zahlreiche Familien- und Elternorganisationen der Schweiz. Der Verband beobachtet seit über 80 Jahren die Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft, welche die Lebensbedingungen der Familien beeinflussen und damit einhergehend die Rolle der Väter, Mütter und Kinder neu definieren.
Medienkontakt:
Pax
Samuel Wernli
Leiter Unternehmenskommunikation
media@pax.ch
+41 61 277 62 62
Pro Familia Schweiz
Eva-Maria Kaufmann Rochereau
eva-maria.kaufmann@profamilia.ch
+41 76 276 22 07
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Pax
Zur Pax Gruppe gehören die Pax Holding (Genossenschaft), die Pax, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG (Pax) und die Creadi AG. Zusammen bilden sie ein starkes Gespann, das auf die Werte Nachhaltigkeit, Unabhängigkeit und 100% Eigenfinanzierung baut. Im Zentrum steht der genossenschaftliche Gedanke. Er ist fest in den Statuten der Pax Holding verankert, die als genossenschafliches Dach die beiden Töchter Pax und Creadi AG unter sich vereinigt.
Pax ist eine Vorsorgeversicherung für die Private und Berufliche Vorsorge, während sich die Creadi AG auf die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen für die Versicherungsbranche konzentriert. Als Genossenschaft ist die Pax Holding und damit auch Pax einzig den Interessen der Kunden verpflichtet, die als Genossenschafter am Erfolg des Unternehmens teilnehmen.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| Pax, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Was Familien in der Schweiz bewegt - Schweizer Familienbarometer 2026...' auf Swiss-Press.com |
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