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Swiss Re erzielt im ersten Halbjahr 2017 einen Gewinn von 1,2 Mrd. USD



Swiss Re AG

04.08.2017, Swiss Re erzielt im ersten Halbjahr 2017 einen Gewinn von 1,2 Mrd. USD, dank diszipliniertem Underwriting und einer sehr guten Rendite auf Kapitalanlagen. Dieses Ergebnis unterstreicht die Fähigkeit von Swiss Re, sich im anhaltend herausfordernden Geschäfts- und Marktumfeld gut behaupten zu können. Das Gesamtergebnis wurde durch Schadenforderungen von 360 Mio. USD (nach Abzug von Retrozession und vor Steuern) aufgrund des Wirbelsturms Debbie in Australien belastet. Aufgrund der sehr starken Kapitalausstattung der Gruppe ist Swiss Re gut positioniert, um Marktchancen zu nutzen und sich weiterhin auf ihre Prioritäten im Kapitalmanagement zu konzentrieren.


Christian Mumenthaler, Group Chief Executive Officer von Swiss Re: «Für das erste Halbjahr 2017 weisen wir trotz des schwierigen Marktumfelds und beträchtlichen Schadenzahlungen im Nachgang von Naturkatastrophen ein solides Ergebnis aus. Während die Herausforderungen aktuell anspruchsvoll sind, vor allem der Preisdruck, adressieren wir sie aktiv, richten unser Unternehmen aber auch auf langfristige Wertschöpfung aus.»

Solides Halbjahresergebnis trotz schwierigen Marktbedingungen Swiss Re weist für das erste Halbjahr 2017 einen Konzerngewinn von 1,2 Mrd. USD aus, zu dem eine solide Underwriting-Performance und ein sehr gutes Anlageergebnis beitrugen. Ursache für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr war in erster Linie das Ausbleiben hoher einmaliger Gewinne, die 2016 auf das Anlageportefeuille von Life Capital erzielt wurden, sich 2017 aber erwartungsgemäss nicht wiederholten.

Die Gruppe erzielte eine annualisierte Eigenkapitalrendite (ROE) von 7.0% im ersten Halbjahr 2017 bei einem Ergebnis je Aktie (EPS) von 3.75 CHF oder 3.76 USD, verglichen mit 5.51 CHF oder 5.61 USD im Vorjahreszeitraum. Die annualisierte Rendite auf Kapitalanlagen (ROI) der Gruppe betrug 3,5%, da das Anlageportefeuille weiterhin sehr gute und nachhaltige Renditen generierte. Die Rendite auf Kapitalanlagen war den Nettoerträgen aus Kapitalanlagen sowie realisierten Nettogewinnen aus dem Verkauf von Aktien zu verdanken. Die laufende Rendite festverzinslicher Wertschriften lag, wie im Gesamtjahr 2016, bei 2,9%.

Die gebuchten Bruttoprämien gingen im Halbjahr durch diszipliniertes Underwriting und aktives Portefeuillemanagement um 8.3% auf 18,1 Mrd. USD zurück.

Das Eigenkapital blieb insgesamt stabil bei 34,4 Mrd. USD per 30. Juni 2017. Der Buchwert je Aktie belief sich Ende Juni 2017 auf 102.57 CHF oder 107.10 USD, verglichen mit 107.64 CHF oder 105.93 USD Ende Dezember 2016.

Swiss Re ist weiterhin sehr gut kapitalisiert, wie die SST-Quote der Gruppe für 2017 von 262% zeigt. Swiss Re ist überzeugt, dass das Unternehmen gut positioniert ist, um sämtliche Herausforderungen erfolgreich zu meistern, seine Prioritäten im Kapitalmanagement weiterhin konsequent umzusetzen und auf Marktchancen zu reagieren.

David Cole, Group Chief Financial Officer von Swiss Re: «Während unsere Geschäftssegmente Property & Casualty weiterhin dem anhaltenden Preisdruck ausgesetzt waren – wie die gesamte Branche und der Markt generell – lieferten die Lebens- und Krankenversicherungs-Segmente stabile oder sogar verbesserte Ergebnisse. Dies unterstreicht, wie wichtig ein gut diversifiziertes Geschäftsmodell ist, um die Volatilität in einzelnen Bereichen abfedern zu können. Es ist darüber hinaus ein Differenzierungsfaktor, der uns zusammen mit unseren starken Kundenbeziehungen in der langfristigen Wertschöpfung unterstützt.»

Solides Ergebnis von P&C Reinsurance trotz schwierigem
Geschäftsumfeld Der Gewinn im ersten Halbjahr 2017 von 546 Mio. USD stützt sich auf eine solide Underwriting-Performance. Im letzten Jahr profitierte der Gewinn von positiven Wechselkursentwicklungen, die sich 2017 so nicht wiederholten. Das Ergebnis beinhaltet Schadenzahlungen in Höhe von 320 Mio. USD (vor Abzug von Retrozession und vor Steuern) infolge des Wirbelsturms Debbie in Australien.

Die annualisierte Eigenkapitalrendite für das erste Halbjahr belief sich auf 9,1%. Der Schaden-Kosten-Satz blieb mit 97,4% stabil, wobei er von günstigen Vorjahresentwicklungen profitierte.

Die gebuchten Bruttoprämien sanken im ersten Halbjahr 2017 um 15.5% auf 9,4 Mrd. USD. Dies war das Ergebnis einer disziplinierten Kapazitätsreduktion, wenn Preise nicht den Ertragserwartungen von Swiss Re entsprachen.

Vertragserneuerungen von P&C Reinsurance im Juli demonstrieren disziplinierte Underwriting- Strategie
Nach den Juli-Vertragserneuerungen von P&C Re, die sich vor allem auf Amerika konzentrieren, verfügt Swiss Re weiterhin über ein attraktives Portefeuille. Das Prämienvolumen im Vertragsgeschäft der Juli- Erneuerungen ging um 10% zurück. Seit Jahresbeginn sank das Volumen um 13%, wobei Swiss Re an ihrer disziplinierten Underwriting-Strategie festhielt und Kapital nur denjenigen Opportunitäten zuwies, welche die Ertragserwartungen der Gruppe erfüllen. Die risikobereinigte Preisqualität des seit Jahresbeginn erneuerten Portefeuilles blieb stabil bei 102%. Der Preisrückgang in der Sach- und HUK- Rückversicherung hat weiter nachgelassen. Die HUKPrämien sind allgemein stabiler geblieben, wobei je nach Markt und Produkt erhebliche Unterschiede bestehen.

L&H Reinsurance mit stabiler Underwriting-Performance; sehr guter ROE von 12,7%
Dank einer stabilen Underwriting-Performance wurde in den ersten sechs Monaten 2017 ein Gewinn von 432 Mio. USD erzielt. Darüber hinaus wurde das Ergebnis von höheren realisierten Gewinnen begünstigt. Die annualisierte Eigenkapitalrendite war mit 12,7% sehr gut.

Die gebuchten Bruttoprämien gingen um 2,8% auf 6,4 Mrd. USD zurück, was vor allem Veränderungen in gruppeninternen Retrozessionsvereinbarungen und Wechselkursschwankungen zuzuschreiben war. Das Geschäftswachstum setzte sich dank erfolgreicher Vertragserneuerungen und Neugeschäften in den asiatischen und amerikanischen Märkten fort.

Es wird erwartet, dass die Wachstumsmärkte starke Volumensteigerungen in der Lebens- und Kranken- Erstversicherung verzeichnen werden und die Zessionsquoten stabil bleiben. Für die Region Asien zum Beispiel erwartet Swiss Re ein jährliches reales Prämienwachstum in der Lebenserstversicherung von 6% über die nächsten zehn Jahre. L&H Re wird weiterhin Geschäfte in Wachstumsmärkten und Grosstransaktionen, einschliesslich Langlebigkeitstransaktionen, verfolgen. Die fortschreitende Alterung der Weltbevölkerung ist gleichzeitig eine Gelegenheit, um erschwingliche und einfach zugängliche Lösungen zu finden, diese Langlebigkeit auch in Zukunft zu finanzieren.

Ergebnis von Corporate Solutions von hohen Naturkatastrophenschäden und anhaltendem Preisdruck belastet
Die Geschäftseinheit generierte im ersten Halbjahr 2017 einen Gewinn von 39 Mio. USD. Das Ergebnis wurde durch Naturkatastrophenschäden, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2016 höher ausfielen, sowie durch den anhaltenden Preisdruck beeinflusst. Dieser Effekt wurde durch Erträge aus Kapitalanlagen ausgeglichen. Im ersten Halbjahr 2017 lag der Schaden-Kosten-Satz aufgrund höherer Naturkatastrophenschäden, negativer Vorjahresentwicklungen und anhaltendem Preisdruck bei 104,5%. Die annualisierte Eigenkapitalrendite belief sich auf 3,6%.

Die gebuchten Bruttoprämien gingen wegen des zyklusbedingten Preisdrucks in den meisten Geschäftssegmenten um 4,7% auf 1,7 Mrd. USD zurück.

Im Juli 2017 startete Corporate Solutions das angekündigte Joint Venture mit Bradesco Seguros S.A. in Brasilien. Dadurch wurde ein führender Industrieversicherer in Brasilien geschaffen, der den Vertrieb innovativer Produkte über ein schon etabliertes Vertriebsnetz ermöglicht.

Corporate Solutions investiert weiterhin, um sich als führender Versicherer bei grossen Erstversicherungsprogrammen zu positionieren und baut ihre globale Präsenz weiter aus. So eröffnete die Geschäftseinheit neue Geschäftsstellen in Kuala Lumpur, Malaysia, sowie in Manchester, Grossbritannien.

Life Capital generiert hohe liquide Bruttomittel und zahlt erhebliche Dividenden an die Gruppe
In den ersten sechs Monaten 2017 sank der Gewinn auf 143 Mio.USD. Grund für diesen Rückgang war vor allem, dass sich die hohen einmaligen Gewinne, die 2016 auf das Anlageportefeuille erzielt wurden, wie erwartet 2017 nicht wiederholten. Die annualisierte Eigenkapitalrendite belief sich auf 4,0%.

Die Geschäftseinheit generierte im ersten Halbjahr 2017 hohe liquide Mittel von 532 Mio. USD brutto dank dem zugrunde liegenden Überschuss des ReAssure-Geschäfts und einem Gewinn nach Abschluss der statutarischen Bewertung am Jahresende. Die sehr gute Kapitalausstattung ermöglichte Life Capital im zweiten Quartal 2017 eine hohe Dividendenzahlung von 1,1 Mrd. USD an die Swiss Re Gruppe.

Die gebuchten Bruttoprämien stiegen im ersten Halbjahr 2017 dank des Wachstums bei den offenen Lebens- und Krankenversicherungsbeständen (individuelle und Gruppenversicherungen) um 5,2% auf 932 Mio. USD.

Life Capital wird weiterhin selektiv Akquisitionsgelegenheiten für geschlossene Versicherungsbestände in Grossbritannien verfolgen und ihr Leben- und Krankengeschäft (individuelle und Gruppenversicherungen) in Europa und den USA ausbauen. Die Geschäftseinheit will weiterhin signifikante liquide Mittel generieren und gleichzeitig gemäss ihrer Strategie in offene Lebensversicherungsbestände investieren.

Systematische Einbindung von Nachhaltigkeitskriterien im Investitionsprozess
Wie Swiss Re im Juli ankündigte, wird sie als einer der ersten Akteure der Branche Benchmarks implementieren, welche systematisch ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in ihre Anlageentscheidungen aufnehmen. Somit werden ESG-Kriterien nicht mehr nur als zusätzliche Überlegung, sondern als eigentlicher Bestandteil in den Anlageprozess von Swiss Re integriert. Swiss Re ist überzeugt, dass die Berücksichtigung von ESG-Kriterien wirtschaftlich sinnvoll ist und die Downside- Risiken, insbesondere für langfristig orientierte Anleger, verringert. Ferner vermeidet Swiss Re Investitionen in Unternehmen, die 30% oder mehr ihrer Einnahmen mit dem Abbau von thermischer Kohle generieren oder mindestens 30% thermische Kohle zur Stromerzeugung verwenden. Swiss Re hat alle entsprechenden Aktienpositionen wie auch die überwiegende Mehrheit der Obligationen, welche diese Kriterien erfüllen, veräussert.

Innovation steht für Swiss Re nach wie vor im Mittelpunkt
Der technische Fortschritt wird sich auch weiterhin auf Versicherungsrisiken und den Vertrieb von Versicherungsprodukten auswirken. Diesen Branchenentwicklungen voraus zu sein, ist daher weiterhin eine zentrale Priorität für Swiss Re. Im Juli lancierte Corporate Solutions Insur8, das erste Taifunwarnungs-Versicherungsprodukt für Unternehmen in Hongkong. Dieses neue Produkt entschädigt lokale Unternehmen für Ertragsverluste durch angeordnete Schliessungen und höhere Betriebskosten im Zusammenhang mit Taifunwarnungen der Stufe 8 oder höher des Hongkong Observatory.

In der ersten Jahreshälfte wurden ausserdem Anleihen der Weltbank emittiert, mit denen die Pandemic Emergency Financing Facility (PEF) unterstützt wird – ein zukunftsweisendes Programm, um schnell finanzielle Mittel zur Erstversorgung in Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen, in denen das Risiko einer Pandemie besteht. Swiss Re Capital Markets Ltd. ist gemeinsamer Strukturierer und einziger Bookrunner für die Cat-BondTransaktion. Dies ist das erste Mal, dass Pandemierisiko auf die Kapitalmärkte übertragen wird, um einkommensschwache Länder abzusichern.

Christian Mumenthaler, Group Chief Executive Officer von Swiss Re: «Wir gehen davon aus, dass sich das Marktumfeld weiterhin anspruchsvoll gestalten wird. Zugleich ergreifen wir dezidierte Massnahmen und adressieren die branchenweiten Herausforderungen aktiv. Bei der Auswahl der Risiken, die wir zeichnen, werden wir weiterhin selektiv vorgehen, um zukünftige Profitabilität zu gewährleisten. Darüber hinaus nutzen wir unser Wissen und unsere führende Position und arbeiten weiterhin sehr eng mit unseren Kunden zusammen. Ich bin davon überzeugt, dass die langfristigen Aussichten für unsere Branche positiv sind, da Risikopools weiter wachsen werden.»



Über Swiss Re AG:

Swiss Re ist ein führender und breit diversifizierter globaler Rückversicherer. Das Unternehmen ist mit Gruppengesellschaften und Vertretungen in mehr als 20 Ländern präsent. Swiss Re wurde 1863 in Zürich, Schweiz, gegründet und bietet Finanzdienstleistungsprodukte an, die das Eingehen von Risiken ermöglichen, was von wesentlicher Bedeutung für Unternehmen und den allgemeinen Fortschritt ist.

Die traditionellen Rückversicherungsprodukte und damit verbundenen Dienstleistungen im Sach- und HUK-Bereich sowie das Leben- und Krankengeschäft werden durch versicherungsbasierte Corporate-Finance-Produkte und Lösungen für ein umfassendes Risikomanagement ergänzt. Swiss Re wird von Standard & Poor‘s mit «A+», von Moody’s mit «A1» und von A.M. Best mit «A» bewertet.



--- Ende Artikel / Pressemitteilung Swiss Re erzielt im ersten Halbjahr 2017 einen Gewinn von 1,2 Mrd. USD ---


Weitere Informationen und Links:
 Swiss Re AG (Firmenporträt)
 Artikel 'Swiss Re erzielt im ersten Hal...'auf Swiss-Press.com
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